Emotionale „Achterbahn“ beim Jungfrau Marathon in der Schweiz

Einen großes Saisonziel durften wir heute beim Jungfrau Marathon von Interlaken im Berner Oberland auf den Kleinen Scheidegg erleben. Die 42,2 Km mit 1.829 m Höhenunterschied in atemberaubender Kulisse am Fuße von Eiger, Mönch und Jungfrau machen wohl die Faszination dieses Bergmarathons aus. 5.500 Teilnehmer aus 65 Nationen nahmen diese Herausforderung an, darunter auch unsere zwei run2gether Bergspezialisten Geoffrey Gikuni NDUNGU und Eric Muthomi RIUNGU, für die dieser Bewerb der Höhepunkt ihrer mehrmonatigen Vorbereitung bedeutete.
Nach den Jahren 2013 und 2014, in denen wir mit Gikuni und Paul Michieka die Sieger stellten und Gikuni bei seinem Triumph 2013 die zweitbeste je gelaufene Zeit absolvierte, zählten unsere beiden Läufer heuer zum engsten Favoritenkreis bei der 25. Auflage dieses traditionellen Bergmarathons.
Gikuni wollte nach seiner langen verletzungsbedingten Marathonauszeit und vielen ausgezeichneten Erfolgen in verschiedensten Bergläufen in diesem Sommer zeigen, dass man ihn immer auf der Rechnung haben muss. Eric betrat hingegen mit dem heutigen Bewerb ein für ihn neues Terrain. Dass er ein ausgezeichneter Bergläufer ist, hat er in den letzten zwei Jahren mehrmals unter Beweis gestellt, aber wie mochte man ihn auf dieser herausfordernden Langdistanz einschätzen? Dazu muss man beachten, dass beim Jungfrau Marathon die ersten 25 Km quasi flach verlaufen und die knapp 2.000 Hm sich knackig auf die letzten 17 Km verteilen. Dem nicht genug, ist mit der „Moräne“ rund 2 Km vor dem Ziel das absolut steilste Stück zu bewältigen. Samstag Start um 8.30 Früh bedeutete Tagwache bei unserem Team in der Schweiz um 5.30! Kurz vor 7.30 ging es vom nahegelegenen Hotel zum Warmup. Bei noch trockenen Verhältnissen fiel der Startschuss pünktlich, wie in der Schweiz nicht anders zu erwarten. Neben Robbie Simpson waren mit Mustafa Shaban, Birhanu Mekonnen und Stephan Wenk auch weitere Sieger und Podestläufer der vergangenen Jahre am Start.
 Die ersten 4 Km wurden in einer Schleife rund um das Startareal geführt, bevor die Route schließlich Richtung Lauterbrunnen und Wengen, zum Fuße des Eigergletschers und weiter zum Ziel auf dem Kleinen Scheidegg auf 2.100m führte. Schon bei der ersten Schleife rund um das Startareal zog sich das Elitefeld ziemlich auseinander. Zwei Läufer aus Äthiopien legten auf den ersten Kilimetern ein Höllentempo vor. Eric versuchte in Sichtweite zu bleiben und lief zusammen mit dem Schotten Robbie Simpson. Gikuni blieb im Hauptfeld der Eliteläufer.
Nach 10 Km war das Feld wieder geschlossener und unsere beiden Athleten gut dabei. Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich aber schon bei Gikuni ab, dass sich eine alte Verletzung, vor allem im Flachstück wieder zurückmeldete und ihn schließlich bei Km 14 zur Aufgabe zwang. Ein ganz bitterer Moment für ihn, der sich so viel für diesen Wettkampf vorgenommen hatte! Kopf hoch Gikuni! Für Eric verlief das Rennen, je länger es dauerte, immer besser. Beim Durchlauf in Wengen bei Km 30 noch deutlich hinter dem Schweizer Stephan Wenk an 5. Stelle, konnte er in den nächsten Kilometern bergauf einen Platz gut machen und kam einer Podestplatzierung immer näher. Vor der „Moräne“, dem letzten und steilsten Anstieg, hatte er seinen 4. Platz nach hinten gut abgesichert, konnte den Abstand zu dem Drittplatzierten noch verringern, ihn aber schließlich doch nicht mehr abfangen.

So belegte Eric den 4. Platz in 3:03.59!
Eine ausgezeichnete Leistung und eine äußerst respektable Debützeit!! Congratulations!
Leider blieb das Wetterglück heute aus. Ca. 2 Stunden nach dem Start setzte der erst für die Mittagszeit angesagte Regen ein und verpackte das wunderschöne Bergmassiv unsichtbar in dichten Nebel mit ungemütlichen Temperaturen. Wir gratulieren Eric sehr herzlich zu seiner Leistung und hoffen mit Gikuni, dass er bald wieder zu seiner Stärke zurückfindet. Beiden wünschen wir nun gute und schnelle Erholung!
Herzlichen Dank an Isolde HÖFINGER-PATTIS, die einmal mehr in diesem Jahr unsere Athleten chauffiert und wie immer bestens betreut hat!
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Euer run2gether Team
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